Ahninnen der Zukunft

Entstehungsgeschichte

Wie alles begann von Vera Griebert-Schröder

In meiner Arbeit erreiche ich viele Menschen, aber was kann ich darüber hinaus für eine sich schnell verändernde Erde tun? Was will das Leben von mir? Was ist mein Beitrag für diese Veränderung? Zur Jahreswende 2015/2016 waren das meine dringlichen Überlegungen.

Wie viele andere Menschen gibt es, die wie ich unterwegs sind und sich einsetzen für das, was gebraucht wird, die sich verantwortlich fühlen für unsere Zukunft?

In einer schlaflosen Nacht fasste ich den Entschluss mir Frauen zur Unterstützung zu suchen.

Folgenden Brief schrieb ich an fünf Frauen, die sich untereinander nicht kannten und mit denen auch ich nur beruflich, nicht aber persönlich bekannt war:
 

Liebe weise Frauen,

Ich habe euch alle fünf auf einen offenen Verteiler gesetzt, da ihr ja alle ohnehin im Internet vertreten seid. Bis auf eine kenne ich euch. Ich stelle mir vor, dass wir die „Ahninnen der Zukunft“ sein könnten, wie ich es in meinem Buch “Eine Reise zu den Ahnen“ beschreibe.

Barbara, Elke, Ananda, Irmela, Ursula und Vera.

Wir leben in einer Zeit, die Neues an Herausforderungen und Chancen birgt. Unsere Welt braucht sowohl für die Menschen als auch für die Natur neue Denkmuster. Und es ist eine Zeit, die sich gerade mit der Suche nach einem "Wir" oder einem Wirgefühl beschäftigt.

Was wir sechs Frauen gemeinsam haben ist, dass wir alle reife Frauen sind, öffentlich sind, das heißt bekannt und sichtbar, jede hat ihre eigene Kompetenz und ist Spezialistin auf ihrem Gebiet, wir machen alle eine Arbeit, bei der wir Menschen mit unserem Herz berühren und begleiten, wir denken im Sinne eines größeren Bewusstseins, fühlen uns dem großen Ganzen verbunden und uns allen liegt das Wohl der Menschen und der Umwelt am Herzen.

Wie können wir unser Potenzial nutzen, was können wir entwickeln, damit wir uns erweitern und eine lebenswerte und achtsame Welt mit gestalten?

Nach Gandhi: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst.

Ich selber habe keine Lösung, nur den Wunsch und die Idee, dass wir gemeinsam „etwas“ erschaffen, entwickeln, hervorzaubern, das einem größeren Ganzen dient und auch uns selber gut tut.

Als „Ahninnen der Zukunft“ können wir unsere Energie verdichten, um „was auch immer notwendig ist“ entstehen zu lassen. Alleine kann ich in meinen Gruppen nicht so viel bewirken, wie ich glaube, dass die Zukunft von uns braucht.

Ihr seht, ich habe nicht so viele Ideen für ein Tun, vertraue aber darauf, dass in einer reifen, gleichberechtigten Gemeinschaft mit verschiedenen Energien noch nicht Gedachtes entstehen kann, das wiederum Auswirkungen in der Öffentlichkeit hat.

ABER: Auch wenn alles etwas unkonkret wirkt, so bin ich doch fest mit meiner Absicht verbunden. In meiner Arbeit nenne ich das: „Ungefährgenau“. Das bedeutet, dass ich fokussiert bin auf das "Etwas", das entstehen soll, aber dabei unbedingt in einer Unschärfe bleibe, sodass hier die geistige Welt durch mich hindurch wirken kann.

Wir alle haben wenig Zeit, gerade deshalb glaube ich fest daran, dass man mit wenig Zeit, aber einer konzentrierten Absicht, in Verbindung mit einer guten Führung von oben viel Qualität erreichen kann.
Ich will mit Euch zusammen eine Veränderung in einer Zeit des Umbruchs mitgestalten
und freue mich von Euch allen zu hören.

Herzliche Grüße

Vera

So ging es ein Jahr weiter, eine Zeit den Boden zu bestellen

Sehr schnell trafen sich alle Frauen und tauschten  die ersten beiden Abende nur ihre privaten Lebens-Geschichten aus.  Alle waren offen, denn jede war froh, einen Platz in der Gemeinschaft gefunden zu haben.

Bewusst entschieden wir uns, nicht gleich in Aktion zu gehen, sondern wir folgten dieser sehr weiblichen Spur, die einer Schöpfung Raum für eigene Entwicklung gibt, wie bei einem Kind, das man im Schoßraum hütet und gedeihen lässt, bis es reif ist.

Im Fokus stand das Miteinander Sein, das Zuhören und Sprechen vom Herzen.

Als eine Rituale vorschlug, probierten wir es bei folgenden Treffen aus und wie von alleine, aus dem Nichts heraus, entstanden wundersame gemeinsame Rituale.

Bei jedem Treffen schlemmten wir mit den spontan mitgebrachten Speisen und immer war es ein großer Genuss. Wir hörten uns zu, teilten unsere Sorgen, lachten über Albernheiten und feierten uns, das Miteinander und das Leben. Auf diese Weise lernten wir uns immer besser kennen, unterstützten uns und bereiteten einen Boden des Vertrauens.

Vom Reifen ins Tun

Nach dieser Zeit des Reifens überraschte uns Barbara kurz vor Weihnachten mit der Frage: „Was haltet ihr davon, wenn wir eine Tagung oder einen Kongress für Frauen gestalten, ein Seminarhaus hab ich schon fast reserviert?“ Ohne Zögern stimmten alle zu und damit begann ein arbeitsames Jahr.

Fragen tauchten auf, Bedenken wurden geäußert, Probleme und Meinungsverschiedenheiten zeigten sich, die bei sechs tapferen, selbständigen Vorreiterinnen nicht immer einfach unter einen Hut zu bringen waren.

Zeit wurde  knapp, sodass auf Telefonkonferenzen ausgewichen werden musste. Rechtliche und finanzielle Fragen wurden zu Hindernissen, die das Projekt fast zum Scheitern gebracht hätten. Aber wir gingen tapfer durch Höhen und Tiefen und irgendwann waren es nur noch vier Frauen, die den Mut und den Glauben an das Gemeinsam-zu-Erschaffende aufrecht erhielten und weiter machten. Im September 2018 musste aus persönlichen familiären Gründen noch eine weitere Freundin von unserer gemeinsamen Arbeit zurücktreten.

Wir entschieden uns für einen Non-Profit-Event, jede von uns übernahm andere Aufgaben- nicht zuletzt um Kosten zu sparen. Die Frauen, die auf der Strecke ausgestiegen waren, luden wir zur Teilnahme ein und sie waren somit auch Teil unserer Tagung.

Die Tagungsprogramme selbst auszuarbeiten, ist pure Freude und die Vorstellung, unserem Beispiel würden viele Frauen folgen, mache uns froh und glücklich.